Ostereiersuche am 03. April im Jahre 2010 |
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Nichts wird in der Gruppe Raben dem Zufall überlassen, nicht einmal das Ostereiersuchen. Damit alles reibungslos klappt, fuhr unser Gruppenoberhaupt schon eine Woche vorher nach Raben, suchte einen schönen Wanderweg aus und Plätze, wo seine Helfer die Nester verstecken sollten. Man sollte sie auch finden, also wurde am Ort ein „Pienöckel“ angebracht. „Pienöckel“ – ein Begriff aus der Gebrauchsarbeit der Gruppe Raben – ist eine winzige Reißzwecke, die an einem großen Baum in einem noch größeren Wald befestigt wird. Da die auspienöckelten Bäume aber nicht zu finden sind, was man sich denken kann, gab es dazu noch ein ausführliches Protokoll, z.B. Nest 16: Rechts Kiefer mit Schneise, jetzt zur nächsten Markierung, einbiegen nach links in den Waldweg mit den drei Findlingen: Alles klar !? So ausgerüstet zogen wir am Ostersamstag los. Sechs Helfer machten sich an die Arbeit, und das große Chaos begann: Man wuselte in alle Richtungen durch den Wald .Die Hunde wurden an der Leine hin und her gezerrt. Ein hinweisender Protokollpunkt, sechs verschiedene Meinungen und jeder wollte Recht haben. So funktioniert das nicht! Also wurde schnell eingeteilt: zwei suchen die Pienöckel nach dem Protokoll, zwei bleiben an der gefundenen Stelle als große lebende Marker und zwei verstecken die Nester. Nun lief alles problemlos oder sollte es zu mindestens. Dreißig nummerierte Ostereier waren an den Bäumen angebracht, dreißig Nester versteckt – aber warum blieb ein Ei im Beutel übrig? Ein vorwurfsvoller Blick zur Schatzmeisterin, sie hatte den Beutel gepackt und angeblich mehrmals durchgezählt. Peinliches Erröten und die Versicherung, dass vorher alles gestimmt habe. Was nun? Eigentlich müssten wir jetzt alles noch einmal kontrollieren, anderseits lockte das Mittagsessen bei Hemmerling. Der Magen knurrte. Letzterer siegte und wir (eigentlich nur die Zweibeiner) machten uns über Lammbraten mit grünen Bohnen her. So gestärkt konnte das „Ostereierfinden“ beginnen, und unser kleines Problem würde sich schon lösen. |
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| Unsere Mitglieder waren gekommen: 47 Zweibeiner, 34 Vierbeiner, alle erwartungsvoll. Selbst der Wettergott schämte sich plötzlich und wollte den Begeisterten das Vergnügen nicht verderben. Die Sonne strahlte vom Himmel, das noch spärliche Grün an den Zweigen schien plötzlich viel kräftiger, die bunten Ostereier und Blumen in den Vorgärten wetteiferten miteinander, Raben war geputzt. Die Lose wurden gezogen, bunte, nummeriert Eier. Die dazu gehörigen Nester mussten gefunden werden. Diesmal hieß es „ Männer zuerst!“ und los ging es. Die Praktischen mit Rucksack und Suchhund an der Leine. Die etwas Vorsichtigen hatten noch ihre Enkelkinder mitgebracht. Eine weise Entscheidung, wie es sich später zeigte. Viele waren so tief ins Gespräch vertieft, dass sie ihren Einsatz verpassten und der Finderwille, na ja, der hielt sich auch in Grenzen. Hätten wir nicht die Kinder gehabt, wir würden noch heute im Wald herumirren. Friederike, Wanja, Paulchen, Tobi und Jascha sei Dank für ihren selbstlosen Einsatz! Alle versteckten Nester wurden gefunden. Selbst der unverschuldet erfolglose Sucher, der unseren Fehler zu spüren bekam (Ihr erinnert euch an das nicht versteckte Nest?) wurde mit der Näscherei belohnt. In einer lang auseinander gezogenen Wandergruppe ging es dann Richtung Hemmerling. Kaffeedurst war ein guter Antrieb. Dort erwartete uns bereits Mike mit leckerem Obstkuchen. Für die, die der Versuchung nicht widerstehen konnten und schon alle Schokoladeneier im Magen hatten, gab es Deftiges zum neutralisieren. Zufriedenen blickten wir alle auf einen schönen Tag zurück. Alle? So sehr ich auch meine Nase in den Boden drückte und in den Wind streckte, ich konnte nicht ein einziges Hundeleckerli finden. Lag es an der bekannten Hase–Hundefeindschaft, oder hatte man uns vergessen?
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Bericht: Rosi Paul und
Fotos: Andrea Kuschek & Petra Wilms |