Kaninchenschleppe-Herausziehen Prüfung am 10.04.2010 in Berlin

 

Günstiger konnten die Voraussetzungen an diesem Prüfungsmorgen um 08:30 h gar nicht sein.

In unserem Prüfungsrevier, Marienfelder Höhe am Schichauweg, gab es mehr als genug Kaninchenbaue, das Wetter ließ uns nicht im Stich und alle fünf Hundeführer mit insgesamt sieben Teckeln waren voller Zuversicht.

Auch mit den drei Richtern, Frau Ingeborg Lompa von der Gruppe 7, Herrn Karl-Heinz Küstner von der Gruppe 8 sowie Frau Susan Singert, Richteranwärterin von der Gruppe Eberswalde, hatten wir sehr faire und geduldige Richter, für diese nicht ganz einfache Prüfung.

In Kürze hier noch mal der laut Prüfungsordnung DTK vorgeschriebene Ablauf der Kaninchenschleppe/Herausziehen.

Zwei Richter folgen jeweils dem Hundeführer, der dritte Richter begibt sich mit dem Schleppenleger in die Nähe des Baues, damit er aus der Deckung die Arbeit des Hundes am Bau beobachten kann. Das Kaninchen wird von dem durch etwas Bauchwolle kenntlich gemachten Anschuss mindestens 250 m weit an einer Leine möglichst durch einen Bestand geschleppt und dann z.B. mittels eines Stockes tief genug in einen Kaninchenaltbau abgelegt. In die Schleppe muss ein Haken gelegt werden. Der Hund soll die ersten 200 m der Schleppe am Schweißriemen arbeiten. Die letzten 50 m wird der Hund geschnallt, muss zu Bau fahren und das Kaninchen aus dem Bau ziehen. Nach dem Schnallen hat der Führer auf seinem Platz zu bleiben und darf auf den Hund keinen Einfluss mehr nehmen.

Alle Hunde arbeiteten die Schleppe vom Anschuss an gut aus, die ernsten Schwierigkeiten ergaben sich bei einigen Hunden im letzten Teil des Prüfungsablaufs.

50 Meter ohne Schweißriemen arbeiten und Frauchen bzw. Herrchen darf nicht hinterher?

Da hatte der ein oder andere unserer Teckel auch andere Ideen im Kopf als in den vorgegebenen Bau zu fahren und packte die Gelegenheit sogleich beim Schopf.

Prüfungsergebnisse

Tagessieger mit 100 Punkten und 1. Preis wurde Frau Ruth Helle mit Jupiter von Stachnowskis Lacknasen

Quichote vom Odinsee ebenfalls 100 Punkte, 1. Preis, Z/B/F Frau Karin Kobart

Alida vom Benthener Forst, 91 Punkte, 2. Preis, B/F Frau Rita Bendin

Nessy vom Odinsee, 89 Punkte, 2. Preis, F Jörn Buhlke

Xilly von der Waldhöhe, 54 Punkte,3. Preis, B/F Frau Karin Kobart

Zwei weitere Gespanne hatten die Prüfung leider nicht bestanden.

Spätestens bei der Preisverleihung im Reitercasino „Zur Tränke“ waren alle Prüflinge wieder beisammen und nahmen die wohlverdienten Auszeichnungen entgegen.

In sehr angenehmer und geselliger Atmosphäre klang ein erlebnisreicher Prüfungstag aus, insbesondere zwei Personen hatten ihre „Feuertaufe“ bestanden.

Zum einen hatte Ingrid Brügge als „weltbeste Schleppenlegerin“ so manchen Meter abgelaufen, zum anderen hatte der Schreiber dieses Berichts seinen Einstand als Prüfungsleiter überstanden.

Allen Beteiligten an dieser Stelle nochmals ein dickes Dankeschön für eine gelungene Veranstaltung!

 
Bericht: Kay Freckmann & Fotos: Cornelia Schlenkrich (mit der Kamera von Ingeborg Lompa)